02.10.2026

Usbekischer Botschafter besucht Bamberg 

Austausch über Fachkräftegewinnung und berufliche Bildung

Die berufliche Bildung im Gesundheits- und Pflegebereich, die Gewinnung internationaler Fachkräfte und die Möglichkeit einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und der Stadt und Region Bamberg – diese Themen standen im Mittelpunkt des Besuchs von S. E. Dilshod Akhatov. Der Botschafter der Republik Usbekistan kam gemeinsam mit einer usbekischen Delegation auf Einladung der Sozialstiftung Bamberg nach Bamberg.

Martin Wilde, der Vorstandsvorsitzende der Sozialstiftung Bamberg, Michael Springs, der Geschäftsführer der Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe und der Neumarkter Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe, und Jutta Weigand, die Geschäftsführerin der Sozialstiftung Bamberg Altenhilfe gGmbH, begrüßten die Delegation im Klinikum am Bruderwald und sprachen mit den Gästen aus Usbekistan über mögliche Kooperationen bei der Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften.

„Die Beschäftigung von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund ist für uns selbst-verständlich“, so Weigand. „Im Alltag schätzen wir Fachkompetenz und Zuverlässigkeit in der Versorgung der zu pflegenden Senioren – völlig unabhängig von der Nationalität.“ Deshalb freue sie sich sehr über eine Zusammenarbeit mit Usbekistan. Springs betonte, dass es bei der Gewinnung von Mitarbeitenden aus dem Ausland vor allem darauf ankomme, möglichst frühzeitig anzusetzen: „Bei der Fachkräftegewinnung wollen wir partnerschaftlich mit Institutionen aus dem Ausland zusammenarbeiten, um langfristige und tragfähige Beziehungen auf der fachlichen und persönlichen Ebene aufzubauen. Dazu ist es aus meiner Sicht notwendig, bereits im Heimatland so früh wie möglich Interesse und Verständnis füreinander zu entwickeln.“

Im Rahmen eines Empfangs durch den Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Sebastian M. Niedermaier, im Rokokosaal des Alten Rathauses trug sich der usbekische Botschafter ins Goldene Buch der Stadt Bamberg ein. Niedermaier zeigte sich sehr erfreut über die neu geschaffene Verbindung mit Usbekistan, da verlässliche internationale Partnerschaften eine der zentralen Zukunftsaufgaben zumindest teilweise lösen können: die Gewinnung von Fachkräften. „Die Zusammenarbeit beginnt nicht erst bei der Anwerbung, sondern setzt bei Ausbildung, Begegnung und gegenseitigem Verständnis an. Ich freue mich, dass wir mit Usbekistan einen Partner kennenlernen, mit dem wir konkrete Perspektiven für Bamberg entwickeln können“, so Niedermaier.

Am Nachmittag trafen sich die Besucher aus Usbekistan mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Bamberg, der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, der Handwerkskammer für Oberfranken, der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth sowie der Sozialstiftung Bamberg zu einem Fachgespräch in Lagarde1 – Zentrum für Digitalisierung und Gründung. Dabei wurden unter der Leitung von Dr. Stefan Goller, dem städtischen Wirtschaftsreferenten, konkrete Interessen, Möglichkeiten und Herausforderungen einer Zusammenarbeit bei der Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften besprochen und nächste Schritte vereinbart.

Zum Abschluss des Besuchs besichtigte die Delegation den SancuraPark auf dem Lagarde-Gelände. Dort wurden die Angebote für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie die integrierten Versorgungsstrukturen der Sozialstiftung Bamberg vorgestellt.